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Archive for the ‘Ausland’ Category

Am Wochenende wurde auf dem WFD-Kongress in Durban / Südafrika ein Mann gewählt, der nun Sprecher und Kämpfer für die Tauben auf der ganzen Welt ist:

Colin Allen

Quelle: wfdeaf.org

Doch wer ist er eigentlich? Kann er seiner neuen Position als Präsident des Weltverbandes für Taube gerecht sein?

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Als taubes Kind tauber Eltern ist er mit der Australischen Gebärdensprache (Auslan) aufgewachsen.

Ein prägendes Schlüsselerlebnis war für ihn die Erfahrung, dass die Universität ihn wegen seiner Gehörlosigkeit nicht aufgenommen hatte. Seitdem hat er sich sehr für die Barrierefreiheit für Taube engagiert.

Nach einer weltweiten Tournee mit seiner Theatergruppe, wo er türkise Kraft tankte, begann er sein Engagement mit einem Projekt, das die Tauben für das heikle Thema AIDS sensibilisieren sollte. Nahezu zeitgleich bewarb er sich für einen Studienplatz – diesmal mit Erfolg! Nachdem er sein Studium „Community Organisations“ erfolgreich abschloss, wollte er dieses Studium mit „Community Management“ weiter vertiefen. Doch der Finnische Gehörlosenverband bot ihm zeitgleich an, für die Entwicklungsländer zu arbeiten. Colin Allen konnte da nicht nein sagen, und so wurde dies der Beginn einer weltweiten Arbeit mit Tauben.

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in Australien: Präsident des Australischen Gehörlosenverbands

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in Serbien: als Freiwilliger arbeitete er innerhalb von einem Jahr an 2 Projekten:

1. bei der Planung und den Vorbereitungen für EUDY Camp (European Deaf Youth)

2. bei der Gründung eines Gebärdensprachdolmetscherverbandes, wobei er die Leistungen und Arbeitsweise der Dolmetscher professionalisierte

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in Kosovo: Berater für die Gründung und Oranisation eines zentralen Gehörlosenverbandes, wo vorher nur zersplitterte Gehörlosenvereine waren. Dadurch wuchs die Mitgliederanzahl rapide, und die kosovarische Gebärdensprache wurde endlich anerkannt. Auch hier unterstützte Colin Allen die Gründung eines professionellen Dolmetscherverbandes.

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in Kambodscha: Von Null auf unterstützte Colin Allen für 3 Jahre den Aufbau eines Taubenverbandes mit den dazu gehörenden Bereichen: die Erforschung der nationalen Gebärdensprache (es gab zu dieser Zeit noch gar keine offizielle Gebärdensprache), die Förderung der Bildung für taube Kinder, die Ausbildung von Gebärdensprachdolmetscher etc.  Seitdem entwickeln sich die kambodschanischen Tauben sehr schnell: viele von ihnen können endlich lesen, schreiben, ja wissen sogar um ihre Menschenrechte, um die ihre Verbände für sie kämpfen.

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im Balkan: In Zusammenarbeit mit dem Finnischen Gehörlosenverband untersuchte er in Mazedonien, Serbien & Montenegro, Bosnien & Herzegowina & der Türkei den aktuellen Stand in Bezug auf Bildung und Arbeitsbeschäftigung der Tauben sowie die Situation der Gebärdensprachdolmetscher.

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in Albanien: Als Colin Allen entsetzt festgestellt hatte, dass die Gebärdensprache in den albanischen Schulen verboten war, setzte er sich dort für die Aufklärung ein in Bezug auf die Menschenrechte. Mit Erfolg, denn die Gebärdensprachforschung ist weiter vorangekommen und die Lehrer konnten in Bezug auf die Gebärdensprache als Unterrichtssprache sensibilisiert werden.

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In Zusammenarbeit mit dem WFD und dem schwedischen Gehörlosenbund als Unterstützer forschte und verglich er weltweit den Status der Tauben als Bürger, den Bildungs- und Arbeitsstand der Tauben sowie die staatliche Anerkennung und Unterstützung für die Tauben. Den Bericht hat er unter „Deaf People and Human Rights“ – „Taube Menschen und Menschenrechte“ veröffentlicht: der Bericht

Ein wahrlich vielseitiger Mensch, der sich schon seit mindestens 25 Jahren für die Tauben engagiert, sowohl auf lokaler, regionaler, kontinentaler und globaler Ebene – sei es als Schauspieler, Berater, Förderer und Politiker!

Sein Ziel als Präsident des Weltverbands der Tauben ist die ständige Verbesserung der Situation für Taube hin bis zu einer vollständigen Gleichberechtigung.

Energie und Kompetenz dafür hat er, wie er in seinem Lebenslauf eindrucksvoll beweisen konnte.

In diesem Sinne wünsche ich ihm viel Erfolg in seiner neuen Position als Präsident des Weltverbandes für Taube!

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Quelle: http://www.colinallen.info

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Ramón Jáuregui, seit Oktober 2010 spanischer Minister, kündigte im Januar 2011 in einem Interview mit der Europa Presse an, dass die Untertitelquote, die letztes Jahr eine Quote von 25% hatte, im Jahre 2013 auf 90% aufgestockt werden soll. Die Gebärdensprachdolmetschereinblendungen sollen von aktuell etwa 3 Std. pro Woche im Jahre 2013 auf 10 Std. pro Woche erhöht werden.

Um die Umsetzung dieser Ziele vorantreiben zu können, wird die Consejo Estatal de Medios Audiovisales (CEMA) bald gegründet. Die CEMA ist eine staatliche Organisation, die die Barrierefreiheit im Fernsehen vorantreiben soll, indem sie unter anderem die Verpflichtungen im Rahmen des kürzlich verabschiedeten Allgemeinen Gesetzes über die audiovisuelle Kommunikation (LGCA) steuern und überwachen wird.

In Artikel 8 legt die LGCA das Recht auf einen allgemeinen Zugang zur audiovisuellen Kommunikation für Blinde und Taube fest durch den Einsatz von Untertitelung, Audiodeskription und Gebärdensprache.

Das Ziel eines barrierefreien Zugangs zum Fernsehen auch für Taube und Blinde soll bis Ende des Jahres 2013 erfüllt werden:

Quelle: http://www.cesya.es/es/actualidad/noticias/noticias_enero11/02

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