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Archive for the ‘Medien’ Category

Es gibt Gebärdensprachler, die ihre Meinungen im Internet veröffentlichen, Beiträge anderer verändern oder ergänzen wollen (z.B. Wikipedia) oder Informationen miteinander teilen wollen (z.B. Facebook). Diese Gebärdensprachler wollen jedoch anonym bleiben, wie es auch die Schriftsprachler ganz selbstverständlich tun. Wie, wenn viele der Gehörlosen große Probleme mit der Schriftsprache haben, und ihre Meinung trotzdem in anonymisierter Form anderen mitteilen möchte?

DictaSign setzt hier ein: Sie entwickelt mit Hilfe entsprechender Technologien Gebärdensprachavatare, die dies ermöglichen können. Der Gebärdensprachler kann seine Inhalte übers Webcam aufnehmen lassen, und ein von DictaSign entwickeltes Programm gibt diese Inhalte an ein Avatar weiter, der sie möglichst 1:1 „nachgebärdet“. Der Gebärdensprachler kann dadurch seinen anonymisierten Beitrag im Internet veröffentlichen.

Mit diesem Programm ist es auch möglich, gebärdensprachliche Videos in Wikipedia (s. auch WikiSign Homepage ) in einer professionellen und neutralen Form zu verändern oder zu ergänzen.
(Mehr dazu: DictaSign Homepage )

DictaSign hat dafür auch einen entsprechenden Gebärden“wort“schatz in den Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch und Griechisch erstellt, die schon jetzt unter dem multilingualen DictaSign Wörterbuch einsehbar ist. Diese werden dann in das Programm für die Gebärdenerkennung integriert.

Soweit der mir bekannte Stand der Entwicklung von Gebärdensprachavataren. Hoffentlich kann dieses Programm auch in naher Zukunft ausgebaut werden, so dass Schriftsprachtexte nach Bedarf von einem Avatar in die Gebärdensprache übersetzt werden kann!

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Ramón Jáuregui, seit Oktober 2010 spanischer Minister, kündigte im Januar 2011 in einem Interview mit der Europa Presse an, dass die Untertitelquote, die letztes Jahr eine Quote von 25% hatte, im Jahre 2013 auf 90% aufgestockt werden soll. Die Gebärdensprachdolmetschereinblendungen sollen von aktuell etwa 3 Std. pro Woche im Jahre 2013 auf 10 Std. pro Woche erhöht werden.

Um die Umsetzung dieser Ziele vorantreiben zu können, wird die Consejo Estatal de Medios Audiovisales (CEMA) bald gegründet. Die CEMA ist eine staatliche Organisation, die die Barrierefreiheit im Fernsehen vorantreiben soll, indem sie unter anderem die Verpflichtungen im Rahmen des kürzlich verabschiedeten Allgemeinen Gesetzes über die audiovisuelle Kommunikation (LGCA) steuern und überwachen wird.

In Artikel 8 legt die LGCA das Recht auf einen allgemeinen Zugang zur audiovisuellen Kommunikation für Blinde und Taube fest durch den Einsatz von Untertitelung, Audiodeskription und Gebärdensprache.

Das Ziel eines barrierefreien Zugangs zum Fernsehen auch für Taube und Blinde soll bis Ende des Jahres 2013 erfüllt werden:

Quelle: http://www.cesya.es/es/actualidad/noticias/noticias_enero11/02

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Schon 1998 gab es einen künstlichen Gebärdensprachdolmetscher – entwickelt hat ihn die Firma Seamless Solutions – und im Laufe der Jahre wurde die Mimik des Avatars immer mehr verbessert, um eine 1:1-Dolmetschung zu ermöglichen. Mona war das erste Avatar:

© http://www.washedashore.com

Das Tolle an diesem Avatar ist, dass er in Echtzeit dolmetschen kann! Nur – wie groß sein Wortschatz ist, habe ich nicht herausfinden können …

Jetzt, 13 Jahre später, haben französische Forscher eine Software speziell für eine 3D-Darstellung des Displays für Handys, Smartphones und Pads entwickelt:

für iPhone4

für Apple iPad2

Das Tolle daran ist: die ersten 3-D-Smartphones stehen bereits in den Startlöchern – es ist also nicht mehr weit, bis diese 3-D-Darstellung selbstverständlich wird!

Dann wird es nun möglich sein, sich auf solchen Smartphones virtuelle Dolmetscher als Informationsvermittler anzuschauen, z.B. bei Nachrichtensendungen, Arzneibeipackzettel, Ratgeber, Kochkurse – alles in DGS!

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